Hinter tollen Projekten stehen auch tolle Menschen.
Wer kennt nicht den Sportfreunde Kinderzirkus oder hat zumindest davon gehört?
Was nicht viele kennen ist der Erich-Müller-Preis, die Anerkennung für Ehrenamtler, die sich für Kinder und Jugendliche in ihren Vereinen einsetzen.
Mit der Verleihung des Erich-Müller-Preises 2026 wurde Hannah Sahm für ihr langjähriges und besonderes Engagement für Kinder und Jugendliche im Sport ausgezeichnet.
Der Preis würdigt Menschen, die sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich für junge Menschen einsetzen, Verantwortung übernehmen, Werte vermitteln und Teilhabe ermöglichen. Den Preis hat das Dreieicher Ehepaar Uta und Rolf Düncher 2022 ins Leben gerufen.
Bei der Preisverleihung neben der stolzen Gewinnerin Hannah Sahm, die ebenso stolzen Sportfreunde Thomas Haase und Rudi Ott (Vorstand) und Michael Lindner (Kinderschutz).
Ebenso auf dem Foto: Rolf Düncher von der Uta- und Rolf-Düncher-Stiftung und Jörg Wagner (Vorsitzender des Sportkreises Offenbach)
Hannah Sahm ist seit ihrer Kindheit in Rodgauer Vereinen aktiv und hat sich schon früh als Übungsleiterin engagiert. Nach ihrem Abitur absolvierte Sie eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau und im Anschluss folgte das Studium der Sozialen Arbeit. Beruflich ist sie seit vielen Jahren im Sport- und Beratungsbereich tätig. Ihr ehrenamtliches Engagement bei den Sportfreunden Rodgau ist dabei ein wichtiger Bestandteil ihres Wirkens.
Viele Talente: Hannah im Interview mit der Energieversorgung Offenbach
Besonders am Herzen liegt Hannah Sahm die Förderung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Ihr Ziel ist es, Kindern Gemeinschaft und Teilhabe erlebbar zu machen, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und ihnen durch die Vielfalt des Vereinslebens Räume zu eröffnen, in denen sie ihre Fähigkeiten entdecken und zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen können.
Seit 2020 ist Hannah Sahm gemeinsam mit Michael Lindner als Kinderschutzbeauftragte der Sportfreunde Rodgau tätig. In dieser Funktion hat sie den Schutz von Kindern im Verein maßgeblich weiterentwickelt. Dabei geht es ihr nicht nur darum, Kinder vor Gefährdungen zu schützen, sondern sie zugleich in ihrer Selbstständigkeit und Selbstbehauptung zu stärken. Gemeinsam mit dem Kindeswohlteam organisiert sie u.a. regelmäßig Selbstbehauptungskurse für Kinder und Fortbildung für Übungsleiter*innen.
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Engagements liegt in der Organisation besonderer Angebote für Kinder und Jugendliche. Zu den Höhepunkten gehören die jährlich stattfindenden Ferienspiele (Kinderzirkus, Musical). Dabei erhalten zahlreiche Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken, Neues auszuprobieren und über sich hinauszuwachsen. Ein besonderes Anliegen ist Hannah Sahm dabei, die Inklusion und Vielfalt erlebbar zu machen. Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung sollen selbstverständlich gemeinsam teilnehmen und Gemeinschaft spüren.
Die Organisation solcher Projekte erfordert neben großem persönlichem Einsatz auch viel Koordination, Kreativität und die Fähigkeit, zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zusammenzubringen. Ihr gelingt es, Menschen für gemeinsame Projekte zu begeistern und dadurch Angebote zu schaffen, die weit über den sportlichen Aspekt hinausgehen. Ihr Engagement ist dabei auch von einer persönlichen Haltung geprägt. Ehrenamt bedeutet für sie, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu gestalten und Kindern etwas mit auf ihren Lebensweg zu geben. Diese Haltung möchte sie auch ihren eigenen Kindern vorleben und damit zeigen, wie wertvoll freiwilliges Engagement für eine Gemeinschaft sein kann.
Die Auszeichnung mit dem Erich-Müller-Preis ist für Hannah Sahm eine besondere Anerkennung ihres langjährigen Einsatzes. Zugleich steht sie stellvertretend für die vielen ehrenamtlich Engagierten der Sportfreunde Rodgau, die mit ihrem Einsatz die zahlreichen Projekte und Angebote für Kinder und Jugendliche möglich machen. Mit ihrem kontinuierlichen Engagement zeigt Hannah Sahm, wie wirkungsvoll freiwilliges Engagement sein kann: Es schafft Räume für Begegnung, stärkt Kinder und Jugendliche, ermöglicht Teilhabe und trägt dazu bei, dass Menschen Gemeinschaft erleben und ihre eigenen Fähigkeiten entfalten können.












